Ähm, ja…lang lang ist’s her. Mittlerweile sind wir also auf unserem dritten und letzten Roadtrip und verbringen den heutigen Tag in Taupo.
Der Abschied aus Kaikoura war schon etwas traurig...Am letzten Tag bin ich mit Daniel Tauchen/Schnorcheln gegangen und dieses Mal durfte ich sogar mit Gewichtsgürtel. :) Das macht dann gleich viel mehr Spaß! Ich konnte also auch abtauchen, allerdings fehlte mir das passende Werkzeug um Paua von den Felsen zu sammeln. Ich habe es mir den Händen versucht, doch man braucht eigentlich etwas, was man zwischen Stein und Paua klemmen kann.
Abends gab es ein kleines Festmahl und am nächsten Tag ging es für mich schon einmal in die Nähe von Blenheim, wo ich die Nacht bei Kevin und Sharon im Ferienhaus verbringen konnte. So musste ich am nächsten Morgen nicht um 4 sondern um 6 Uhr aufstehen, um die Fähre zu bekommen und nach Wellington überzusetzen.
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| mit der Paua |
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Nachdem auch Gunnar über Umwege nach Wellington gekommen, konnte die Reise weitergehen. Theresa hatte bereits Gunnars Gepäck in der Hand – komischer Flughafen! (Dass Gunnar sein Ticket verkehrt gebucht hatte und damit nochmal direkt am Flughafen in Auckland buchen musste, lassen wir hier einmal unerwähnt…). Ben und Chrissi trafen wir dann am Hostel, wo wir die Nacht verbringen wollten. Abends ging es noch in die Stadt, wo wir auf Sitzsäcken liegend eine Lichterinstallation an der Fassade des Nationalmuseums bewundern konnten.
Am nächsten Morgen ging es für BuC erst einmal in das besagte Museum, während wir uns auf eine Rundfahrt rund um Wellington begaben – überraschend viel Natur, schöne Surfer-Strände und wahrscheinlich völlig unbezahlbare Immobilien ;). Danach ging es gemeinsam in die Weta Cave, ein kleines Museum am Rande der Weta Studios, der inzwischen zweitgrößten Filmanimationsfirma der Welt (u.A. verantwortlich für „Herr der Ringe“ und „Avatar“…) und auf den Mt. Victoria, von wo wir einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt genossen und den Ort gleich nutzten um zu kochen. Zufälligerweise war auch noch St. Patricks Day, so dass die Stadt eher einem Bienenstock ähnelte und wir uns mittenrein stürzten.
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| Spaß mit der Melone |
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Ursprünglich hatten wir geplant von Wellington in den Tongariro National Park zu fahren, um dort das Tongariro Crossing zu machen. Also ging es von Wellington erst einmal in Richtung Norden an der Westküste entlang. Hier konnten wir das schöne Wetter mit einem sonnigen Spaziergang am Strand noch genießen. In Wanganui schloss die I-site (Informationscenter) direkt vor unserer Nase, glücklicherweise hatten sie aber Wi-Fi, was wir nutzen konnten, um einen Blick auf die Wettervorhersage zu riskieren. Das Tongariro Crossing ist sehr wetterabhängig und dieses Mal war die Wetterfee nicht auf unserer Seite. Planänderung und auf in Richtung Taranaki. Dort wollten wir einen 2-Tage Walk nördlich vom Mt. Egmont machen. Doch auch hier war die Wettervorhersage nicht sonderlich prickelnd, dennoch sahen wir eine Chance zu wandern. So verbrachten wir die Nacht am Strand mit Lagerfeuer und Stockbrot und brachen am nächsten Morgen nach New Plymouth auf. Es ging entlang des Surf-Highways, wo wir allerdings keinen einzigen Surfer weit und breit sahen. Ebenso wenig sahen wir den Mt. Egmont (einen 2500m hohen Vulkankegel, der eigentlich nicht so schwer zu übersehen sein sollte, wenn da nicht die Wolken gewesen wären). Einen kleinen Eindruck vom Wetter bekommt ihr mit dem Bild.
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| Platz für die Nacht und das Wetter am morgen noch nicht so schlecht |
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| windig? |
Das Wetter verbesserte sich nicht, sondern verschlechtere sich eher noch. Uns wurde erzählt, dass ganze Dächer vom Wind abgerissen wurden und ein Feuerwehrauto drauf gestellt werden musste, damit es nicht noch weiter wegfliegen konnte. Also fiel auch diese Wanderung aus und wir flohen vor dem Wetter in Richtung Norden mit Zwischenstopp an den Marokopa Falls (der beeindruckendste Wasserfall bisher). Hierzu ebenfalls ein paar Bilder. Unter anderem von zwei Verrückten, die dort zum Wasserfall herunter krabbelten, um zu „duschen“.
Ziel war für diesen Tag ein Strand, wo es heiße Quellen geben soll. Wenn Niedrigwasser ist, kann man sich also einfach ein Loch in den Sand buddeln und sich ins warme Wasser setzen. So leicht hatten wir uns es zumindest vorgestellt. Die richtige Stelle zu finden, war dann aber nicht sonderlich leicht und das Wetter hatte schon wieder etwas gegen uns und es begann zu regnen. Dennoch haben wir uns es nicht nehmen lassen, den Sonnenuntergang zu bewundern. So schlimm war der Regen dann auch nicht und endlich war die Küste mal an der richtigen Seite. ;)
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| Auf der Fahrt in Richtung Norden. Vom schlechtem Wetter keine Spur :) |







Den Abend konnten wir dank Gunnars Adleraugen umsonst auf einem kleinen Platz neben einer Tankstelle stehen, wo es auch Toiletten gab. (Es war nur ein SEHR kleiner Ort, also hatte die Tankstelle zu und wir hatten unserer Ruhe). Der Platz stellte sich doch erst am Morgen als kleine Goldgrube heraus. Nachdem wir aus den Autos gekrochen waren, kam der Besitzer der Tanke zu uns und fragte, ob wir duschen wollten. Da sagt man als Camper doch nicht nein. Außerdem hatte er so viele Tomaten in seinem Garten, dass er die gar nicht alle essen konnte. Also durften wir uns von dort auch noch welche mitnehmen.
Dann fragte er uns noch, ob wir denn schon bei den heißen Quellen am Strand gewesen wären und wir erzählten von unserer erfolgslosen Suche. Er gab uns zwei Spaten mit und erklärte, wo man die Quellen findet.
Bei diesem Versuch hatten wir Glück und konnten bei Regenwetter in Wellen baden und uns danach im warmen, etwas stinkigen Wasser wieder aufwärmen.
Noch eine Nacht wollten wir dann allerdings nicht mehr dort verbringen, denn eigentlich haben wir uns vorgenommen am Freitag, also mittlerweile morgen das Tongariro Crossing zu machen. So fuhren wir gestern durch Regen und Sturm bis nach Taupo und hoffen, dass sich das Wetter nun etwas verbessert und wir morgen wandern gehen können. Toi, toi, toi ;)