Mittwoch, 30. November 2011

Neue Wohnung?! :)


 Juhu, ich habe es endlich geschafft, ein freies Zimmer zu finden. Eigentlich hat Kevin es gefunden. Morgen Nachmittag kann ich mir ein freies Zimmer+Wohnung vom Milchmann anschauen. :P
Vorgestern habe ich Kevin gefragt, ob er jemanden kennt, der noch nach Mitbewohnern sucht. Er hat gleich wild überlegt, im Internet geschaut und dann schließlich den Milchmann gefragt, der kurz darauf vorbeikam. Von dem wusste er, dass er schon mal zwei bei sich wohnen hatte.
Diesmal hatte ich wirklich unglaubliches Glück mit meinen Chef. (Nach dem letzten hatte ich mir den aber auch verdient :D)
Er hat mich dann heute auch noch einmal eingeladen, Weihnachten bei denen vorbeizukommen. Die erste Einladung hat er anscheinend schon wieder vergessen. Und für Neujahr hat er mir auch schon freigegeben, damit ich auch feiern kann. ;)
Ja, die Hobbits sind heute Morgen schon wieder früh aus dem Motel ausgeflogen und meine Arbeit ging heute auch erst eine Stunde später los. Das Einzige was ich von den Leuten sehen konnte, waren zwei große LKWs die vor dem Motel standen. Die sahen jetzt aber nicht so interessant aus, dass es wert war, sie zu fotografieren.
Aber wer weiß…vielleicht habe ich ja heute das Klo von Peter Jackson geputzt! Genial!
Morgen Nachmittag fahre ich dann nach Tuahiwi. Doug wollte mir noch etwas am Auto reparieren. Einspritzer, oder so?! Freitag und Samstag habe ich also frei. Wenn das Wetter Samstag einigermaßen gut ist, kann ich auch noch mit denen angeln gehen. :) Diesmal dann auch mit Ködern und dann müssen wir einfach etwas fangen.
Apropos Fisch….gestern Abend kam hier einer am Haus vorbei, ich war gerade alleine, und wollte einen Crayfish (Hummer? Flusskrebs?) abgeben. Ich meinte nur: Ja klar, den kann ich auch annehmen.
Jaa, dass das Teil noch lebendig war, hatte ich dann nicht gedacht. Das hat der Gute wohl gemerkt und hat dann doch lieber nur eine Notiz hinterlassen :D Ich hätte auch nicht gewusst, wohin damit.  
Als dann alle wieder im Haus waren, gab es noch Paua. Mal ein sehr neuseeländisches Essen. Ein Kiwi hat bei der Zubereitung geholfen. Eigentlich nicht sehr schwer. Das Wichtigste dabei war, dass man die Muschel sehr kräftig mit einem Hammer bearbeiten soll. ;)
Der Geschmack war nun aber nicht so außergewöhnlich lecker, dass ich im Restaurant dafür Geld ausgeben würde.
Heute Abend bin ich noch etwas durch Kaikoura gelaufen, um Weihnachtsdeko zu fotografieren. Dabei ist mir aufgefallen, dass es fast gar keine gibt. Ich muss das mit dem Weihnachtswahn also wieder etwas zurücknehmen.
Viel dekoriert wird hier also nicht, allerdings wird viel drüber geredet und wie gesagt, läuft im Radio viel Weihnachtsmusik.
Morgen kann ich dann ein paar Bilder hochladen…
Macht’s gut!

Kaikoura

Montag, 28. November 2011

Erste Woche schon vorbei...

Ich melde mich dann auch mal wieder zu Wort. Die erste Arbeitswoche ist vergangen, sonderlich viel ist aber nicht passiert. Mein Tagesablauf ist meistens der gleiche. Aufstehen, Mini-Krafttraining, Putzen, Schwimmen, Wäsche legen und bügeln.
Ins Freibad habe ich es die letzte Woche sogar viermal geschafft (ich bin bisschen stolz auf mich ;)) und beim letzen Mal ging es doch auch schon deutlich besser. Nervig beim Schwimmen sind nur die Kiddies, die es lustig finden, unter der Leine durch über meine Bahn zu tauchen und dann vom Beckenrand wieder rein zuspringen. Aber das sind wohl die Leiden eines einsamen Bahnenschwimmers ;) Irgendwann fand der Bademeister das dann auch nicht mehr komisch und ich hatte die Bahn wieder für mich.
An meinem ersten freien Tag (Samstag) bin ich nach Blenheim gefahren, um die letzten Weihnachtseinkäufe zu machen. Das Päckchen soll schließlich auch rechtzeitig ankommen. Da habe ich mich dann noch mit einem Freund getroffen, mit dem ich zusammen in Auckland angekommen bin.
Abends ist hier leider nicht immer sonderlich viel Programm. Die ersten beiden Abende waren noch richtig. Da saßen wir alle zusammen und haben etwas gespielt. Darauf folgten aber zwei Abende an denen wir zwar auch zusammen saßen, allerdings wurde sich nur  auf Tschechisch unterhalten.
Mittlerweile bin ich auch wieder auf der Suche nach einer neuen Unterkunft. Bald soll wohl auch deren Besuch kommen und für mich ist es auch nichts für die Ewigkeit, es sei denn ich lerne noch Tschechisch.
Vorgestern habe ich dann also versucht einen zweiten Job in einem Hostel zu finden, um dort gegen Unterkunft zu arbeiten. Allerdings ohne Erfolg. Ich habe bei allen Hostels angerufen, bzw. bin dahin gelaufen, aber keines hatte noch eine freie Stelle. :D Scheint eine sehr beliebte Arbeit zu sein.
Nun bin ich also auf der Suche nach einer Wohnung. Besser gesagt: Auf der Suche nach Leuten, die noch Mitbewohner suchen.
Hier hat nun auch der Weihnachtswahn begonnen. Die Scheiben der Einkaufsläden sind bemalt und im Radio dudelt die Weihnachtsmusik. Ich kann mir aber noch gar nicht richtig vorstellen, dass bald Weihnachten ist. Es wird doch gerade Sommer?!
Übermorgen bekommen wir hohen Besucht im Motel. Teile der Filmcrew  vom kleinen Hobbit (vielleicht sogar die Gesamte, das bezweifel ich aber ein bisschen) übernachten dort.  Mal schauen, ob man die Leute auch zu sehen bekommt…

Mittwoch, 23. November 2011

Mein Zimmer

Arbeitstag Nummero 3


Dieser Arbeitstag besteht sogar aus zwei Teilen :) Ich konnte also zweimal rüber zur Arbeit gehen (das Haus in dem ich nun wohne ist ja direkt gegenüber :D) und noch etwas Bettwäsche und Handtücher legen und somit das Taschengeld noch etwas aufbessern.
Und es war sogar genug Zeit zwischendurch um ins Freibad zu gehen. Leider aber nur für ca. 45 Minuten. Aber immerhin. Perfekt geeignet zum trainieren ist es nicht, aber das wird gehen und der Bonus ist dann das braun werden dabei :P Dicker Minuspunkt ist allerdings die Sauberkeit. Das Wasser sah jetzt nicht sonderlich schön aus und die Umkleide ist auch eher eklig. Dafür kostet es nur 3$ (ca. 1,70).
Außer den gewohnten Armschmerzen nach 15 Metern fühlte sich die Bahn heute auch extrem lang an. Und siehe da: es ist wie in Malente. :D 33,3 Meter. Ich hatte mich auch schon sehr gewundert, warum ich fast 1 Minute auf zwei Bahnen Kraul gebraucht habe.
Ja…Kevin, mein Arbeitgeber, ist wirklich ziemlich cool. Ich darf das Internet mitbenutzten, der Empfang reich bis zum Haus (ist dann allerdings nicht mehr das schnellste, aber das ist man ja schon gewohnt von hier) und ich kann die Waschmaschine auch umsonst benutzen. Heute Nachmittag hat er mich noch gefragt, was ich Weihnachten vor habe und ich habe nur gesagt, dass ich es noch nicht weiß. Also meinte er, dass ich zu denen rüberkommen darf. (Die wohnen über dem Motel. )
Auch und gestern wurde mir noch etwas richtig gutes erzählt. Und zwar bekommen die Leute, die in Kaikoura arbeiten, die Ausflüge hier umsonst. Das muss ich dann bald mal testen. Vielleicht kann ich dann ja noch einmal mit Delfinen schwimmen gehen.  Wale schauen geht wohl auf jeden Fall.
 So und zu guter Letzt habe ich gestern noch beim Würfeln mit meinen Mitbewohnern gelernt, dass die Kurzform von Theresa im Tschechischen Terka ist.

Dienstag, 22. November 2011

Vom Traveller zum Millionär

Naja, nich ganz ;)
Zwei Tage Arbeit habe ich schon hinter mir. Leider ist es wieder nur ein halber Tag, also knapp 4 Stunden. Aber dafür stimmt dieses Mal die Bezahlung und es gibt sogar 15$ die Stunde. :) Es macht auch deutlich mehr Spaß als auf dem Weingut, aber der Traumjob ist es natürlich auch nicht. Bettenbeziehen, Bad und Küche putzen. Diesmal bin ich aber die einzige Deutsche und es wird nur Englisch geredet. Das gefällt ;)
Die ersten zwei Nächte habe ich in einem Hostel übernachtet und nun bin ich bei einer tschechischen Arbeitskollegin untergekommen. Sie hat sich gemeinsam mit 4 anderen ein Haus gemietet. Alles Tschechen. Das vergünstigt das Wohnen aber um einiges. Allerdings bekommen die ab Mitte Dezember Besuch, also muss ich dann wieder raus hier. Mal schauen, wo ich dann unterkommen kann. Habe ja noch ein paar mehr Mitarbeiter :P
Heute wollte ich das örtliche Freibad testen, bin aber erst eine halbe Stunde vor Ende der Badezeit dort angekommen. Den Fußmarsch habe ich doch etwas unterschätzt. Das perfekte Trainingsbad scheint es aber leider nicht zu sein mit nur einer eingezogenen Leine.

Samstag, 19. November 2011

In der Höhle des Löwens

Wir sind schon wieder zurück von unserem Ausflug zu den Banks. Das Wetter war dort leider nicht so gut wie erwartet und dann konnten wir nur einmal mit dem Boot raus und über die Wellen springen. Ist schon ein ganz tolles Gerät so ein Motorboot und man wird auch ganz gut durch die Gegend geworfen.
Fische haben aber wieder keine angebissen, dennoch ist ein etwas angeschlagener Hai uns quasi in die Arme geschwommen. Doug konnte ihn ohne größere Probleme, außer dass er dabei fast ins Wasser gefallen ist, mit dem Kescher aus dem Wasser holen. Wir konnten ihn kurz betrachten und dann wurde er wieder ins Wasser geworfen. Der sah auch schon etwas mitgenommen aus und wurde auch schon vorher einmal von einer Angel gerupft und wieder ins Wasser gelassen.
Die frühzeitige Flucht nach Hause/Tuahiwi lag aber eher noch an der Stimmung im Ferienhaus. Eigentlich ist es auch kein richtiges Ferienhaus mehr, denn Dougs Bruder, zwei Kinder und ein Drache haben sich dort eingeniestet. Der Empfang des Drachens war sehr unterkühlt und abweisend. Im Haus gab es noch 6 freie Betten, aber wir sollten im Auto schlafen...
Zusätzlich ist dieser Drache noch vegetarisch, weshalb die Salami, die vom Abendessen leider liegen geblieben ist, kurzer Hand zum Hund nach draußen geworfen wurde.

So ging es für uns also nach dem Bootsausflug zurück nach Tuahiwi. Es hat sich aber dennoch auf jeden Fall gelohnt dort hin zu fahren. Die Landschaft ist wunderschön und wir wurden auch schon für eine weiteren Trip dorthin eingeladen. Wenn der Drachen ausgeflogen ist.

Freitag, 18. November 2011

Waitomo Caves Bilder

Erstes Mal Abseiling

Da sind wir durch gekrabbelt

Mit Glühwürmchen...wir gucken so komisch, weil es komplett dunkel sein musste, um das Bild zu machen



Für mich auch das erste Mal Abseiling

Tuahiwi again


Wir haben nun schon zwei Nächte in Tuahiwi bei der Familie verbracht, bei der ich auch schon zu Beginn untergekommen bin.
Doug hat sich heute noch einmal mein Auto angeschaut, weil es beim Starten und solange es noch kalt war, gequietscht hat. Das war immer besonders schön, wenn man morgens früh an einem Hostel oder Campingplatz abfahren wollte. Lag aber zum Glück nur am Keilriemen und das Problem war einigermaßen schnell behoben. Dank japanischer Technik dauerte es allerdings etwas länger, weil der Motor unterm Beifahrersitz ist und somit das Rankommen etwas erschwert.
Heute Nachmittag fahren wir gemeinsam mit der Familie zu einem Ferienhaus zu den Banks Peninsula, wo wir heute Abend und morgen mit deren Boot zum Fischen rausfahren.
Gunnar und ich waren gestern schon etwas üben, damit wir heute nicht zu doof dastehen. ;)
Gestern blieben wir allerdings ohne Erfolg, was in Neuseeland eigentlich untypisch ist. Am Abend wurden wir belehrt, dass die Fische entweder innerhalb der ersten 10 Minuten anbeißen oder aber gar nicht. Tja, hätten wir das früher gewusst, hätten wir vielleicht den Standort gewechselt. Aber immerhin konnten wir das Wetter genießen und uns nett mit zwei älteren Kiwis unterhalten, die uns noch etwas mehr Equipment für unsere gaben und uns beim Zusammenbauen etwas halfen.
Hier konnte ich mir die Bilder aus den Waitomo Caves auf den PC ziehen und nun ein paar Bilder aus der Höhle hochladen. ;)

Montag, 14. November 2011

Delfine :)
























Ein perfekter Tag in Kaikoura

Fing damit an, dass mir der Besitzer unser Unterkunft für die letzten zwei Nächte einen Job anbot. Gunnar ist auschecken gegangen und hat etwas erzählt, was wir so machen und dass ich ab nächster Woche arbeiten will. Daraufhin konnte ich gleich das "Application" Formular ausfüllen und soll mich einfach nochmal nächste Woche melden, wann ich denn in Kaikoura sein kann. Also klingt danach als würde das klappen :)
Danach ging es weiter mit zum Dolphin Encounter zum einchecken für das Schwimmen. Hierbei war das Highlight ein Einführungsvideo, worin untern anderem empfohlen wurde nicht gegen das Boot zu schwimmen.
Danach ging es mit der gesamten Mannschaft, die meisten verpackt in Neos, in den viel zu warmen Bus und weiter zum Boot.
Tja, dort machte sich die Seekrankheit wieder etwas bemerkbar, aber an frischer Lust ging es gut ;) Und ich war auch nicht die einzige, die nicht komplett fit war. Da sind einige abgekackt. ;)
Nach kurzer Fahrt raus ins offene Meer sollten wir uns dann auch schon endgültige verpacken und bereit machen für's erste Schwimmen. Sobald man im Wasser war, hat man auch gleich die ersten Delphine gesehen. Allerdings wurde das erste Planschen bei mir von kleinen Lachanfällen unterbochen. Um die Delphine "anzulocken" muss man Geräusche von sich geben. Also dümpeln 8 Leute gleichzeitig durchs Wasser und singen oder machen irgendwelche komischen Geräusche. Das war recht amüsant.
Die erste Zeit im Wasser war nur sehr kurz, aber zum Glück folgten noch 4 weitere. Und man konnte immer länger imWasser bleiben und auch mal etwas mit den Delfinen "spielen". Auf der Stelle im Kreis drehen, gefällt denen sehr gut, dann schwimmen die um einen herum und man kommt wirklich sehr dicht an sie heran. Anfassen konnte man sie allerdings nicht, weil es wilde Tiere sind und nicht gezähmt oder so.
Nach dem 5. Schwimmgang sind wir noch mit dem Boot in die Herde (ca. 200 Delfine) reingefahren. War auch sehr cool, die von oben zu beobachten. Und somit kann ich euch dann auch Bildern und Videos versorgen ;)
Danach ging es weiter durch wunderschöne Landschaft nach Hamner Springs. Hier stehen wir wieder in einem Hostel und gehen morgen wahrscheinlich in die Hamner Springs. Groooße Thermalanlage! :)

Sonntag, 13. November 2011

Bilder zu Sushi, Kakapo und Bobbycar

Wie sie sehen, sehen sie nix. Nebel vor dem Ausblick...


Thete hatte Durst! :)

Sushi, Kakapo und Bobbycar


So, zum Ende meines ersten Neuseeland-Aufenthalts hin, gibt es auch noch mal einen Blog-Eintrag von mir. Klingt komisch, ist aber so. Grund dafür ist die rein praktische Überlegung, dass Thetes 2. Eintrag über die Port Underwood Road doch recht „durchgekaut“ sein und ich ja mit frischen Eindrücken einen Artikel schreiben könnte. Wohl an!
Es ging also morgens in Blenheim los. Fluchtartig verließen wir das Hostel: Die Frau von Bruce Lee (ohne Witz! Der Kerl, dem das Hostel gehörte, hieß tatsächlich so!) fing Thete nach dem Frühstück ab, drückte ihr mit einem sehr koreanisch angehauchten „I made Sushi“ eine in Alufolie eingewickelte Rolle noch warmen Sushis in die Hand und verfolgte uns dann bis zum Auto. Wir wollten eigentlich noch in Ruhe packen, aber nix da… Also nur schnell die Sachen reingeworfen und ab dafür – prompt hatten wir Thetes Schuhe, die unterm Auto gestanden hatten, vergessen und musste nochmal anhalten und die holen. Viel Gelächter seitens von Bruce Lee’s Frau und dann noch ein „God bless you“ mit auf den Weg, inklusive Händeschütteln durchs Autofenster. Puh! Weg da!
Nach einem kurzen Treffen mit einem von Thetes Mitstreitern in der Bibliothek, dann auch bald Richtung besagter Straße. Zunächst musste entschieden werden, ob sie von Norden oder von Süden aus befahren werden sollte. Da das Wetter alles andere als sighseeing-tauglich war, entschieden wir uns, von Norden aus Picton zu beginnen und uns dann an der Küste nach Süden zurück in Richtung Blenheim vorzuarbeiten. Gesagt, getan. Der Regen wurde etwas weniger, die Wolkendecke hob sich etwas von den umliegenden Hügeln und Bergen ab. 
Wir kamen durch Picton und der Anfang der Straße ist zwar kurvig, aber unspektakulär - nach dem, was wir schon an Pisten gefahren sind. Dann enden allerdings die Straßenmarkierungen. Alle. Und die Breite der Straße reduziert sich auf etwa 40-60% der vorherigen – weiterhin mit 2 (theoretischen) Fahrspuren, versteht sich. Thetes spontaner Kommentar: „Hallo, Ende der Zivilisation!“ Zugegeben, uns kamen nicht viele Autos entgegen. Aber immerhin gab es noch Briefkästen und ab und zu eine SEHR steile Rampe, die zu Häusern geführt haben müsste. Ein paar Kilometer weiter wurde es noch besser: „Hallo, Schotter!“ Der Straßenbelag änderte sich von schlechtem Asphalt zu schlechtem Schotter, wobei in manchen Kurven der nackte, nasse Sand zum Vorschein kam, was die Bodenhaftung von Auto Waka Thete nicht sonderlich förderte. An einigen Stellen wurde die Straße so kurvig, steil und schmal, dass man a) mehr Straße aus dem linken Seitenfenster sehen konnte als vorne, b) eigentlich nur 5 Meter Straße überhaupt sehen konnte, weils so plötzlich so steil nach oben ging und c) „Na, hier ist dann Platz für mein Auto und ein Bobbycar!“
Soviel zu den Straßenverhältnissen. Daneben gab es auch viel zu sehen – und manchmal auch nix. Die Bilder, die wir gemacht haben, bestehen leider zu großem Teil aus weißem Licht – die Wolken lagen auf, so dass die spektakulären Aussichten, die Thete noch auf der letzten Tour beschrieben und gepostet hatte, uns dieses Mal versagt blieben. Aber eine sehr urige Stimmung war da Ausgleich genug. Wir machten ab und an Halt in einigen Buchten und an einigen Aussichtspunkten, wurden aber vom nasskalten Nieselregenwetter recht schnell wieder in die Wärme des Wakas zurückgetrieben. Kurz nach der Kakapo-Bay (kein Scherz!) fingen wir uns wieder einen Stein am linken Vorderrad ein, das Geräusch war dieses mal etwas länger zu hören, dafür aber auch deutlich leiser. Zum Glück wussten wir diesmal, was es höchstwahrscheinlich sein würde und haben es erfolgreich ausgesessen. 
Oh, eins noch, bevor wir uns gedanklich sowie schriftlich von der Port Underwood Road verabschieden (apropos: Versucht mal, das häufig und schnell hintereinander auszusprechen… ;)). Es gab ab und an nämlich doch Gegenverkehr: Thete und ich waren grad dabei, verschiedene Kinderlieder umzudichten und zu verschönern, Thete schmetterte gerade eine Version von „Hey, Pippi Langstrumpf“, als uns ein Jeep entgegenkam und das „Heia-hopsasa“ des Liedes zum Ausweichen genutzt wurde. Schade, dass ich in dem Moment kein Video gemacht habe… 
Nun gut, weiter im Text. Es ging weiter Richtung Süden, immer am Meer entlang: Wellen, Brecher und so weiter immer links, rechts grüne Hügel, ab und an ein Wäldchen und eine ziemlich gerade Straße, zur Abwechslung. Eigentlich recht unaufregend, wenn nicht ab und an skurrile Dinge passieren: Das man ein Schaf am Strick vor sich herführt auf offener Straße, passiert auch in der Koogsreihe mal, dass aber das hinterste Glied der Karawane ein voll ausgewachsenes Schwein ist, das wiederum NICHT angebunden ist, wundert dann doch. Als wir anhielten, um die Wellen zu bestaunen, die an einer besonders schönen Stelle spektakulär gegen die Felsen schlugen, staunten wir nicht schlecht, als wir direkt an einer Seehundkolonie gehalten hatten: mehrere der Tiere räkelten sich direkt vor unserer Nase (ca 5m entfernt) in der Gischt und dem kühlen Südwind. Danach entdeckten wir auf fast der ganzen restlichen Strecke nach Kaikoura immer wieder Seehunde sehr dicht an der Straße.
In Kaikoura angekommen bezogen wir unser Quartier und gingen noch einen Happen essen in der Stadt. Gelandet sind wir in einer urigen, sehr gut gefüllten Bar, wo wir an der Theke das Essen bestellten (lecker Steak) und uns dann an einen der halb-besetzten, barhocker-bestuhlten Hochtische setzten. Danach gabs noch ein Eis und dann gings bald in die Falle.
Heute war ein eher praktischer Tag, ausschlafen, Wäsche waschen, bisschen einkaufen, Thete hatte noch etwas Papierkram zu erledigen und so blieb auch viel Zeit zum entspannen. Morgen wird’s dann wieder aufregend: Schwimmen mit Delfinen! Seid gespannt… :)