Donnerstag, 3. November 2011

Einiges Neues


Es ist mal wieder etwas Zeit vergangen seit dem letzten Eintrag. Internet scheint hier häufig Mangelware zu sein oder aber es ist viel zu teuer. Wir sind nun mittlerweile in Waitomo und morgen steht ein 4-stündige Tour durch die „Caves“ an inklusive abseiling an Wasserfällen, rock climbing und Glühwürmchen.
In Rotorua haben wir insgesamt zwei Nächte verbracht. Am ersten Tag haben wir wieder etwas entspannt. Urlaub vom Urlaub ;). Dazu sind wir in eines der vielen Thermal Bäder gefahren. Die müssen das Wasser in Rotorua nicht heizen, sondern eher abkühlen und können es direkt aus dem Boden ins Becken füllen.
Abends haben wir an einer Maori Veranstaltung teilgenommen, um einen Einblick in deren Kultur zu bekommen. Das war wirklich sehr interessant und beeindruckend. Vor allem die Busfahrten mit dem Shuttle waren ein Highlight. Es fing alles damit an, dass wir einen Häuptling wählen sollten bzw. der Busfahrer einen ausgesucht hat und versucht hat uns etwas Maori beizubringen. Das ging allerdings viel zu schnell, also blieb nur wenig hängen. (Zum Beispiel: Kapai=“Kapiesch“, Haka=Kriegstanz und Waka=Fahrzeug )
Angekommen in dem Dorf der Maoris wurden wir mit einer traditionellen Begrüßungszeremonie empfangen. Eine sehr kriegerische und tänzerische Zeremonie, bei der die Maoris versuchen die Natur zu imitieren. Wirkt deswegen auch teilweise etwas komisch. Danach ging es weiter mit einem Durchgang durch das Dorf, was nur noch ein Nachbau ist. (Gunnar und ich waren uns zu Beginn aber nicht sicher, ob die Maoris da noch wirklich wohnen. ) Bei diesem Rundgang durfte Gunnar mit mehreren Touris den Haka tanzen. (Sieht bei den All-Blacks und bei den Maoris irgendwie besser aus, aber für den ersten Versuch hat er sich wirklich gut geschlagen. Besonders bei der die Stelle, wo alle eine Fratze ziehen sollen, konnte er glänzen ;) Sein Kommentar dazu: er hat sich nur an die Anweisung gehalten, möglichst schrecklich auszusehen)
Es folgte eine weitere Vorführung mit unglaublich vielen Informationen zur Kultur und ein ziemlich leckeres Essen. Danach wurde mit der gesamten Runde (ca. 50 Leute) gesungen, das scheinen die Maoris viel zu machen.
Die Busfahrt zurück wurde dann zum richtigen Spektakel. Es fing damit an, dass jede Nation ein Lied singen sollte. Wir waren natürlich die einzigen zwei Deutschen im Bus, obwohl man sonst überall welche trifft. Uns fiel nichts Besseres ein als Ein-Sackzement zu singen. Eine sehr grandiose Vorgestellung. Die Busfahrerin musste die Strecke sehr gut kennen, denn sie hat GAR NICHTS gesehen, weil die Scheiben so sehr beschlagen waren. Ein Touri ist deswegen ständig aufgestanden, um ihr die Scheibe frei zu wischen.
Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich relativ früh aufstehen, um nach Wai-O-Tapo zu fahren und dort das Thermalgebiet und den Ausbruchs eines Geysirs zu besichtigen. Doch meine Uhr hat sich freundlicherweise eine Stunde zurückgestellt, weil in Deutschland ja Zeitverschiebung war und so klingelte es eine Stunde zu spät und wir haben es zunächst gar nicht gemerkt, sondern sind gemütlich Duschen gegangen, haben es aber trotzdem noch pünktlich geschafft.
In dem Thermalgebiet gab es viel Gestank, viele Farben, viel Geblubber und Wasser. Besonders cool waren die „Mud Pools“ :D.
Von Rotorua ging es dann relativ spontan weiter nach Taupo. Wir hatten noch einen Tag über in der Planung und wollten uns mal wieder frische Luft können. Man riecht den Schwefel doch fast überall.
Der Ausflug nach Taupo begann mal wieder mit der Suche nach Internet. Erst zu Bücherei, denn hier sollte es das laut Reiseführer eigentlich immer umsonst geben und Wi-Fi auch ohne Limit, doch in Taupo nicht. Also zogen wir weiter zu MC Donalds, wo es wir wieder nicht ins Internet kamen. Dafür wurden wir immerhin nett von der reichlich unfähigen Bedienung am MC Café unterhalten.
Zurück am Auto kam dann sehr große Freude auf….STRAFZETTEL! Da hat die Suche wohl etwas zu lange gedauert und wir haben das Parklimit überschritten. Aber immerhin sind es nur 12$ also ca. 7€. Dafür war unsere Unterkunft für die Nacht umsonst. In Taupo gibt es einen Campingplatz der umsonst ist, allerdings auch nur ein Plumpsklo hat und keine weiteren „Facilities“. (Mir fehlt dafür das deutsche Wort ;) ).
Hier lieferten wir uns einen Kampf mit dem Gaskocher, der nicht so wollte wie wir, wenn der Wind wehte und teilweise mit etwas größeren Flammen um sich warf.
Heute haben wir uns dann mal wieder einen Wasserfall angesehen, sehen doch alle anders aus und wir sind schwimmen gegangen! :) Das tat richtig gut und ging erstaunlicher Weise auch besser als beim letzten Mal. Außerdem war es sogar ein Freibad und man konnte nebenbei noch braun werden. Da kam schon fast etwas Lanzarote-Feeling auf.
So und nun sollen wir mal gleich ins Bett, damit wir auch morgen fit sind für unsere Tour! :)

1 Kommentar:

  1. Ein wenig Alufolie um den Kocher soll wunder helfen. Ohne Alufolie kochen wir draußen nie. Selbst ein kleiner Lufthauch zerstört jede Wärmeentwicklung. Aus Ben's kleinem Caapingratgeber

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